Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung hat dies direkt geteilt
🎧 Wird die Arktis zur neuen Krisenregion? Dazu sprach IDOS-Expertin Dorothea Wehrmann in SWR Kultur mit Gregor Papsch (SWR), Tobias Etzold, Norwegian Institute of International Affairs (NUPI) und Volker Rachold, German Arctic Office / Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. 💡 Ihre Botschaften: 1️⃣ Grönland ist kein weißer, unbewohnter Fleck. Die mehr als 4 Mio. Menschen, die in den Arktisregionen leben, werden zwar oft vergessen, aber auch in Grönland leben mehr als 56.000 Menschen, die ein Recht auf Selbstbestimmung haben. Völkerrechtlich ist völlig klar, dass nur die Grönländer*innen darüber entscheiden, ob sie unabhängig oder zu Dänemark oder einem anderen Land gehören möchten. 2️⃣ Oft wird leider über Grönland und nicht mit den Grönländer*innen gesprochen: Wiederholt wurde seitens der grönländischen Regierung betont, dass Grönland nicht zum Verkauf steht und in einer jüngsten Umfragen haben 85 % der Grönländischen Bevölkerung gesagt, dass sie nicht zu den USA gehören möchten. 3️⃣ Wir beobachten eine zunehmende Dominanz von geopolitischen Interessen über globale Kooperationsprozesse, d.h. die Politik – insbesondere die Sicherheits- und Wirtschaftspolitik - wird von geostrategischen Erwägungen dominiert. Die Gefahr: Der Fokus auf die Trump-Administration und die Angst vor militärischen Auseinandersetzungen in den Arktisregionen führt dazu, dass die drängendste Herausforderung dieser Zeit - die Klimakatastrophe - an Bedeutung verliert. Hier geht es zu der Sendung: https://lnkd.in/eTmPMYHA | #Arktis #Geopolitik #Klimawandel #Trump