[HolyPoly Deep Dive] In den letzten Monaten hat es HolyPoly immer wieder mal in die Medien geschafft, doch selten ging ein Beitrag so in die Tiefe wie der von Markus Hieke: Die Design-Plattform #ndion des Rat für Formgebung - German Design Council taucht bei seinem ausführlichen HolyPoly-Porträt intensiv in die Welt der Kreislaufwirtschaft ein. Wer also ein bisschen genauer wissen will, wie das Business von HolyPoly aussieht, was wir anders machen und welche Chancen die Kreislaufwirtschaft bietet, sollte die Lektüre unbedingt einplanen. Zum Artikel: https://lnkd.in/eUkkmChC
Beitrag von HolyPoly
Relevantere Beiträge
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…🚧 Ist es „nur“ der Klimaschutz, der Erhalt Grauer Energien und Ressourcen versus Abbruch - Neubau, der mitunter emotional intensive bis hitzige Diskussionen zur Folge hat? Oder ist es die Architektur vergangener Zeiten, die es schafft, so etwas wie Liebe auszulösen, Identität zu stiften, die man deshalb um jeden Preis erhalten will? Wenn Abbruch in diesem speziellen Fall doch die einzige, wenngleich schmerzhafteste, Option ist: Wie schafft es zeitgenössische Architektur das zu leisten? Ein Garant dafür zu sein, dass Häuser geliebt, geschützt, erhalten, weitergebaut, umgenutzt werden können, über Jahrhunderte? Und warum war Sorgfalt und Detailliebe - selbst bei diesen Produktions- & Lagergebäude eine solche Selbstverständlichkeit? Und heute nicht selten ein teures und überflüssiges Luxusding? Für wen hat gute Gestaltung einen Wert? Wie also müssen die Weichenstellungen sein, damit einfach nur gut, nachhaltig, baukulturell relevant, bezahlbar, solide, vernünftig, schön, identitätsstiftend gebaut wird? Der Wettbewerb REBUILD_WASSERKANTE ist nun gestartet: Vor exakt 14 Tagen durfte ich die Infoveranstaltung moderieren und mit meiner Kollegin Maria Atitar im AUFHOF in #Hannover gemeinsam mit unserem Auftraggeber Oliver Matziol / GP Günter Papenburg AG sowie Thorsten Warnecke & Ulrike Hoff / Landeshauptstadt Hannover die Aufgabenstellung und das Verfahren vorstellen. 🙏🏻 an die Hannoversche Allgemeine Zeitung & Christian Bohnenkamp für den HAZ-Bericht! Was habe ich in den letzten Monaten gelernt von meiner 1. Verfahrensbetreuung? Die Aushandlung der Aufgabenstellung ist die Weichenstellung für ein gutes Ergebnis & kein einfacher Prozess. Aber notwendig👉🏻 Der Ausgleich der Interessen, ohne das am Ende ein mittelmäßiger Formel-Kompromiss auf dem Tisch liegt, braucht auf beiden Seiten des Tisches -Auslober & Stadt- gute Verhandlungspartner, die weder dogmatisch noch gleichgültig sind. Die Basis für den WBW ist gut - wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse: 14 tolle Büros werden in 7 Teams arbeiten, eine ebensolche Jury wird am Ende das beste Ergebnis auswählen, eine hoffentlich dann zufriedene Ausloberin wird dieses realisieren. Das ehemalige Continental Areal, ein Weltkonzern, der seit mehr als 100 Jahren #hannover stark prägte und prägt, wandelt sich zur Wasserstadt Limmer. Im Besten Sinne wird aus einer ehemaligen Industriefläche ein ziemlich gutes Quartier [Norddeutsches Synonym für: WOW 😂] - der 1. Baubschnitt ist in den letzten Zügen. Der 2. Bauabschnitt basierend auf dem städtebaulichen Entwurf des Büros MONADNOCK ist im Verfahren -ebenfalls Ergebnis eines Wettbewerbs. Forderungen nach Klimagerechtigkeit, Bezahlbarkeit, Nachhaltigkeit sind universell. Und im konkreten Handeln? Bauen, so zeigt dieses Jahrzehnte-Projekt, erzeugt große Widerstände, Zielkonflikte, Widersprüche. Und ich frage mich -auch während der Moderation der gut besuchten Veranstaltung: Wie groß ist die Gruppe der stillen Befürworter?
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Festival-Atmosphäre herrschte beim Konvent der Baukultur gestern und heute in Potsdam. Inhaltlich diskutiert wurde dennoch reichlich auf dem Gelände rund um die Schiffbauergasse. Als Konvent-Berufener konnte ich wieder reichlich spannende Impulse mitnehmen. Als Schwerpunktthema setzte die Bundesstiftung Baukultur in diesem Jahr: die Infrastruktur. Hierzu hielt der Architekturkritiker Hanno Rauterberg einen sehr klugen Impuls. Seine These: Gerade für die großen Themen, die wir heute debattieren – sozialer Zusammenhalt, Abbau von Spaltungen, Identität von Orten – ist der Fokus auf die Infrastruktur extrem wichtig. Die Infrastruktur, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft ja am Laufen hält, hat, für Rauterberg, eine ganz spezifische „Würde“. Das Wort hat er wirklich verwendet, und es passt auch tatsächlich gut. Diese Würde jedenfalls gilt es, architektonisch herauszuarbeiten. Infrastruktur ist eben kein reines Zweckprojekt. Das war auch heute in verschiedenen Kurzpitches zu vernehmen. Und es stimmt ja. Wir leben in einer Zeit, in der wir an vielen Stellen infrastrukturelle Probleme haben. (Ich schreibe das in der Bahn auf dem Weg zurück nach München, bisher noch pünktlich ;).) Diese Probleme jedenfalls müssen wir in den Griff bekommen. Nicht nur, damit die Dinge weiterlaufen. Sondern auch, weil es für unser Selbstbild als Gesellschaft wichtig ist. Wir spiegeln uns quasi in unserer Infrastruktur. Wir müssen aber auch schlicht grundsätzlicher über unsere Versorgungsnetzwerke nachdenken. Das gilt besonders auch in Zeiten, in denen diese diplomatisch im Fokus stehen – aber ja auch ganz real attackiert werden, etwa von russischen Hackern. Infrastruktur ist Kultur-, Gesellschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik in einem. Es gilt dabei immer, Gestaltungsparameter da zu sehen, wo wir bisher vielleicht annahmen, es gehe nur um den direkten praktischen Nutzen. Jörn Walter nannte in seinem (wie gewohnt fulminanten) Vortrag heute unter anderem den Deichbau als Beispiel. Das konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich war gerade für eine Woche auf Juist, inklusive Morgenlauf auf dem Deich. Die Läufe waren jeweils super, aber von bewusster Gestaltung oder landschaftsplanerisch angelegter Multimodalität der Deiche konnte keine Rede sein. Fazit: Die anderthalb Tage Nachdenken über Infrastruktur haben sich sehr gelohnt, inklusive der Debatten über den Baukulturbericht, den Reiner Nagel heute präsentierte. Ich freue mich auf den nächsten Konvent. #Baukultur #Infrastruktur
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Vorgestern publizierte das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) nach 3-jährigem Prozess die „Kulturpolitischen Leitlinien des Bundes“, der Titel ist angelehnt an die baukulturellen Leitlinien von 2017. Die 20 Leitlinien sind gut formuliert, in einer geht es dezidiert ums Bauen: „Die bebaute Umwelt aktiv gestalten: Unsere gebaute und bebaute Umwelt ist ein Schatz für sich. Dem Denkmalschutz […] kommt daher größte Bedeutung zu. Baukultur ist als übergreifendes Prinzip in allen Belangen zu berücksichtigen.“ Hier zeigt sich das Dilemma, in dem sich #Baukultur in diesen Leitlinien befindet – die Überschrift klingt gut, darunter geht es um ein sehr traditionelles Verständnis von Baukultur („Schatz“). So klingt auch das Handlungsfeld „Baukultur und kulturelles Erbe“: Hier dreht sich alles um Weltkulturerbe, Stadtbild, Denkmalpflege, kulturelles Erbe – wichtige Themen, aber dass Baukultur auch einen Gegenwarts- und Zukunftsbezug besitzt, ist nicht erkennbar. Bei den Maßnahmen wird es besser: Die Baukulturabteilung werde als Koordinationsstelle ausgebaut; die Prozesse zur Davos-Erklärung sollen durch „ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen“ unterstützt werden; eine gesetzliche Verankerung der Baukultur „sollte als richtungsweisend angesehen werden“; ein neues Förderprogramm für die Phase 0 wird vorbereitet. Das klingt alles super, aber wie ist diese Diskrepanz zu verstehen?
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Zukunft ist eine Holschuld! #design #future #creativity #outsidetheboxthinker Was ist der Unterschied zwischen einer eierlegenden Wollmilchsau und einem Designer? Beide sind Hybridwesen mit vielen Fähigkeiten und Eigenschaften. Das erste ist eine Fiktion und das zweite lebt tatsächlich. Während das Fabelwesen wohl Eier, Wolle, Milch und Fleisch liefert, entwickeln sich DesignerInnen weiter. Von der analogen und materiellen Produktgestaltung zu digitalen und immateriellen Entwurfsprozessen – von der Fassade zur Struktur unserer artifiziellen Umwelt. Wenn ein vor Geld strotzendes Land wie Katar einen „Hunger nach Kunst und Design“ hat, dann spiegelt sich darin die Erkenntnis, dass es der kreativen Investition in perspektivische Innovationen bedarf. Natürlich spielt der Faktor der Polit-PR hier eine tragende Rolle. Aber vielleicht hat man erkannt, dass Kultur neue und unbekannte Räume der Zukunftsgestaltung eröffnen kann. In einem solchen Kontext drängt sich der Bilbao-Effekt auf, der gezeigt hat, dass jeder Strukturwandel seine motivierenden Symbole braucht, aber auch den politischen Erneuerungswillen mit entsprechender Gestaltungskraft erfordert. In Deutschland gab es in der Historie zwei Momente, die gezeigt haben, wie nachhaltig sozio-kulturelle Ambitionen wirken. Da war einmal das Bauhaus, das von den Nationalsozialisten abgewürgt wurde, und nach dem Krieg gab es die HfG Ulm, die wegen ihrer Inkompatibilität zur Landespolitik aufgerieben wurde. Vom intellektuellen Gedankengut beider Institutionen profitieren wir heute noch. Wie kommt man vom „Heldenfriedhof“ der Vergangenheit ins Labor für Zukunft? Indem man das eine kritisch analysiert und das andere konstruktiv antizipiert. Wichtig wird hier die Kompetenz, die zukunftsträchtigen Potenziale zu lokalisieren und die gestaltbaren Optionen zu identifizieren. Dabei müssen diese Potenziale ihre gesellschaftliche Relevanz zu erkennen geben, während die daraus resultierenden Optionen ihre wirtschaftliche Substanz anmelden müssen. Eine Politik mit und für Design wird sich nur interdisziplinär entwickeln, wenn sie für die Transformation Verantwortung mittragen soll. Zukunft entsteht nicht nur durch den Druck der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse, sondern als Ergebnis vor allem des Gestaltungswillens und der erforderlichen Kraft ihrer Protagonisten. Aber: Wie sieht das Selbstverständnis von Erneuerung aus? Eine interessante Frage, zu deren Beantwortung von einer Zunft der ZukunftsgestalterInnen ein bedeutender Beitrag kommen kann, die derzeit noch von ihrer dezentralisierten Sprachlosigkeit gebremst werden. Gemeint sind die DesignerInnen, die ihren Anspruch formulieren und dann mit dezidierten Argumenten und elaborierten Konzepten eine öffentliche Diskussion führen sollten. Im Gegensatz zu Katar will Deutschland tatsächlich eine Transformation seiner Gesellschaft und braucht Kreativität für Konzepte und Ideen für Innovationen. Zukunft ist eine Hol-, keine Bringschuld!
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Die Zukunft gibt es nur einmal. Mit diesem essentiellen Gedanken sowie viel Feingefühl für soziale und ökonomische Entwicklungen und einem verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen setzen wir auf Bauprojekte mit Wert. Diese zeichnen sich nicht nur durch beste Rohstoffe, erstklassige Lagen und eindrucksvolle Formensprachen aus, sondern resultieren vor allem auch aus den Menschen, die die Projekte mit Leidenschaft entwickeln und begleiten. Mit designstarken Ideen verleihen unsere sorgfältig ausgewählten Architekten einem neuen Zuhause ein stilvolles Gesicht. Dabei schaffen sie eine spürbare Identität, die sich unmittelbar an die Umgebung und nicht zuletzt an die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner anpasst. https://lnkd.in/gwqaaugA
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Raum ist nicht gleich Raum. Die Art und Weise, in der Raum heute genutzt und verstanden wird, stellt Besitz, Eigentum und Kapital allzu oft an vorderste Stelle: Wie kann ein Raum mit möglichst wenig Aufwand den größten Ertrag bringen? Bei diesem Fokus auf ökonomische Profite gerät das aus dem Blick, was die Gestaltung von Räumen eigentlich leiten sollte: die Lebensrealitäten von Menschen. Wie sollten Räume – vor allem öffentliche – aussehen, um die Gestaltung lebenswerter Zukünfte zu fördern? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! #beyondtrends #Zukunftsforschung #futuresystem #zukunftsraum
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📅 Save the Date: Strategische Kreativität an den Zurich Design Weeks Gestalten wir unser Leben so, wie wir es wollen? Engagieren wir uns für Unternehmungen, die echten Wert schaffen? Setzen wir uns wirksam für eine wünschenswerte Zukunft ein? Wie können wir dafür sorgen, dass uns zwischen all der Zukunftsplanung nicht die Kreativität ausgeht? Und wie könnte ein Framework aussehen, das es ermöglicht, Kreativität langfristig mitzudenken und als strategische Ressource nachhaltig zu bewirtschaften? Diese Themen diskutieren unsere Autoren Simon Grand und Christoph Weckerle anlässlich der Präsentation ihres druckfrischen Buchs «Strategische Kreativität. Zukunft gestalten, um Gegenwart zu verändern». In ziemlich genau zwei Wochen, nämlich am Donnerstag, den 26. September 2024 im Museum für Gestaltung Zürich, im Rahmen der Zurich Design Weeks. Wer gern mehr über das Buch erfahren möchte oder wissen will, was es mit der Modellgrafik im Bild auf sich hat, darf gern auf unserer Website vorbeischauen. (Link in Kommentar 👇 ) #Kreativität #Strategie #strategischekreativität #zurichdesignweeks #ZCCE
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#AnalogSonntag So, es ist wieder Sonntag, und diesmal gibt’s ein Analogfoto vom Waldhaus in Görlitz. Das erste Haus dort wurde im 12. Jahrhundert gebaut. Auf dem Bild siehst du, wie sich alte Häuser und moderne Plattenbauten am Horizont begegnen. Was ich an diesem Foto mag, ist die Mischung aus Alt und Neu – eine Stadt, die sich immer weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Im Business ist das doch genauso: Wir lernen von den Erfahrungen der Älteren, lassen uns von Tradition inspirieren und kombinieren das mit modernen Ansätzen, um Neues zu schaffen. Beides gehört einfach dazu. Wo verbindest du im Business alte und neue Ansätze?
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Lunchtime Lecture: Thomas Gronegger zum Thema „Surplus* Dorf und Landstadt. Denkraum und Werkstätte für Utopien im Ländlichen“ Wann: Donnerstag, 12.12.2024, 12:30-13:30 Uhr Wo: Auditorium NDU Wer: Thomas Gronegger in der Moderation von Martin Düchs Dorferweiterungen entwickeln sich in den meisten Fällen nach und nach in (immer wieder neu) festgelegten Bereichen, die meist nach pragmatisch gegebenen Möglichkeiten ausgewählt und an die bestehende Struktur angestückelt werden. In der Regel folgen die neuen Strukturen dabei eigenen, meist pragmatischen (Erschließungs-)Regeln und suchen keinerlei inneren Dialog mit den Charakteristiken der bestehenden Orte. Das ist besonders dann problematisch, wenn gelungene urbane oder dörfliche Typologien (z.B. gegründete Dörfer oder Städte oder architektonische Strukturen), die ein wertvolles regionsspezifisches kulturelles Erbe darstellen, durch die neuen Strukturen in ihrer Erscheinung verunklart und räumlich gestört werden. Gleichzeitig sind aber auch die genannten bestehenden Strukturen häufig mit der Notwendigkeit des Wachsens konfrontiert. Dies führt zu einer Dilemma-Situation: einerseits müssen auch bestehende baukulturell wertvolle städtebauliche Strukturen wachsen, andererseits führt ein unkontrolliertes Anstückeln an bestehende Strukturen zu einer Schwächung der typologischen und räumlichen Qualitäten. Eine Lösung des skizzierten Problems könnte die Gründung von „Neustädten“ bzw. „Neudörfern“ sein. In geeigneten Orten könnte ein dem Bestehenden bewusst und kraftvoll gegenüber gesetztes, verdichtetes Pendant dafür sorgen, dass sich Alt und Neu wechselseitig stärkend und bereichern. Ein Gegenüber das mit den bestehenden Orten zu einem langfristig geplanten, polyzentrischen Gesamtorganismus ausgebaut wird und an die Kultur über Jahrhunderte beharrlich gewachsener Weisheit urbaner Gründungen moderat innovativ und weitsichtig anknüpft, ohne wucherndes Flickwerk zu bilden. Mehr Informationen: https://lnkd.in/d-Zc7HET
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🔍🏭 Gezie(ge)ltkommuniziert – dieses Mal mit unserem Direktmitglied Röben. Gestern hatte Rabea Kuhlmann (BVZi) die Gelegenheit, das #Vormauer- und #Ziegelfertigteil-Werk von Röben Tonbaustoffe GmbH in Querenstede zu besuchen. Werkleiter Steffen Hennicke und Eckart Linow zeigten wie der #Ton aus der werkseigenen Grube abgebaut und die Stationen Sumpfhaus, Stangpressung, Trocknung und Brennen durchläuft. Besonders spannend war die Erläuterung verschiedener #Veredlungsprozesse, die dem #Klinker seine überaus ästhetische Optik verleihen. So wird zum Beispiel durch gezieltes Aufstreuen von Kohle ein individuelles Aussehen eingebrannt. Eine weitere Option ist es, die Umgebungsverhältnisse im Brennofen für eine gezielte Farbbeeinflussung auszunutzen. Beim sogenannten „#Reduktionsbrand“, wird dem Ofen Sauerstoff entzogen. Statt des roten Eisenoxids Fe2O3 entsteht vermehrt FeO, das für schwarze oder doch zumindest dunkle Töne sorgt. Hierdurch kann ein changierendes, vielfältiges Farbspiel erzeugt werden. Schwerpunktthema des Besuchs war die Frage, wie sich #Ziegelunternehmen wie Röben angesichts der #Transformationsaufgabe künftig aufstellen. Klar wurde dabei, dass Röben diese Verantwortung sehr ernst nimmt und bereits heute vielfältige Prozesse verändert hat, um Verfahren umweltbewusst zu optimieren. Neben ✅ Solaranlagen, der ✅ Verwertung von Ziegelbruch, ✅ Dematerialisierungsprozessen, dem ✅ Überzug von Folien mit Recyclinganteil ist potenziell auch ein Windrad auf dem Gelände angedacht. Dies hat noch einmal eindrücklich gezeigt, dass unsere Ziegelunternehmen den Weg in die Zukunft des nachhaltigen Bauens mit #Naturbaustoff|en ebenen und die Weichen für eine zukunftsfähige #Baukultur stellen. Es hat aber auch gezeigt, dass es politisch noch sehr viele Fragezeichen gibt, welcher Transformationspfad in welcher Geschwindigkeit verfolgt wird. Für vorausschauendes unternehmerisches Handeln und die Wahrung einer so traditions- und innovationsreichen Branche braucht es jetzt aber Klarheit in dem Punkt: ▶ Mit welcher Technologie kann/ soll in Zukunft produziert werden? ◀ Ein großes Dankeschön an das Team von Röben für die Gastfreundschaft und das inspirierende Gespräch! 💪🏡 #Ziegelindustrie #Wohnungsbau #Nachhaltigkeitsziegler #geziegeltkommuniziert
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Words About Design and Architecture
9 MonateDanke HolyPoly, insbesondere an Matthias Röder und Stephanie M., dass ihr mir diesen Einblick in euer Engagement gewährt habt. ✌️