Ruf einfach mal an!
Doch so einfach ist das nicht (mehr). In Zeiten moderner und vor allem digitaler Medien wird in Echtzeit und zuweilen überschneidend, missverständlich und allzu oft nicht zwischen den Zeilen - menschlich - kommuniziert.
Es ist einfach geworden, ein Nein zu schreiben. Es ist leicht, schriftlich grob oder unzureichend zu kommunizieren und es ist gleichzeitig auch komplizierter geworden, alles schriftlich und in aller Kürze zum Ausdruck zu bringen. In jedem Fall ist der Beziehungsaufbau - der Erfolgsgarant guter Kommunikation - auf rein digitalem Wege nicht gut möglich, denn Beziehungsaufbau erfolgt nachweislich u.a. über den Dialekt, die Stimme, die Pausen, die Melodie der Sprache, das Lächeln in der Stimme.
Guter Vertrieb gelingt leichter und besser über und mit Beziehungsaufbau. Die eigene Mutter freut sich über einen Anruf. Die Kundin mag vielleicht gerade den Smalltalk um ein sachliches Thema herum und auch eine telefonische getroffene Verabredung (jedweder Art) ist verbindlicher und stellt regelmäßig eine gute emotionale Verbindung her.
Doch, wollen (und können) wir überhaupt noch telefonieren? Sind unsere Smartphones dafür überhaupt geeignet oder sind es nicht eher Daten-, Schreib, Recherche- und Fotomaschinen?
Ich meine, es sind Alleskönner und auch dafür gedacht und gemacht, doch sind sie eben auch mobile Telefone. Geräte für die unmittelbare, schnelle und menschliche Kommunikation.
Wer gut und menschlich kommuniziert (telefoniert) hat es bestimmt nicht immer leichter im Leben, doch in meiner Welt macht es ganz einfach mehr Spaß, direkt kommunikativ miteinander zu sein. Es fordert heraus, strengt an und aktiviert, es gibt sofortige „Beschlüsse und Ergebnisse“ und es macht den schönen, menschlichen Unterschied in einer digitalisierten Welt. Das Beste daran: gutes, beziehungsförderndes Telefonieren ist erlernbar.
Also - ruf einfach mal an!