Die brandneue Ausgabe der gwf Wasser+Abwasser (06/2024) ist erschienen! Den Blickwinkel ändern und schauen, wo der Wandel vollzogen werden kann – das ist nötig, um unseren Lebensraum, unsere Städte an den Klimawandel anzupassen. Deutschlandweit werden Projekte vorangetrieben. Eine omnipräsente Idee: der Wandel des urbanen Raums Richtung #Schwammstadt. In diesem Konzept wird unter anderem das #Regenwasser in der Stadt zurückgehalten, um es in #Trockenzeiten zur #Bewässerung zu nutzen. In Neubaugebieten ist die Klimaanpassung zwar einfacher zu bewerkstelligen als im Bestand, aber auch dort ist es möglich, blau-grüne Infrastrukturen zu implementieren. Dafür muss genau geschaut werden, wo es möglich ist. In der aktuellen Ausgabe finden Sie einige Projekte, in denen wassersensitive Quartiere errichtet wurden. Lesen Sie mehr zu den Themen wassersensitive Stadt und #Wasser im Quartier in der aktuellen Ausgabe. Hier geht's zum gratis Probeheft Print oder ePaper: https://lnkd.in/d27dCMYB #gwfWasser
Fokusbericht: "Regenmengen richtig planen" Zu Beginn des Jahres 2023 wurden die neuen Datensätze KOSTRA-DWD-2020 veröffentlicht (Koordinierte Starkniederschlagsregionalisierung und Auswertung). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) wertet Niederschlagshöhen und -spenden aus und schreibt seine Ergebnisse kontinuierlich fort. Diese Daten bieten eine wertvolle Grundlage für künftiges Regenwassermanagement sowie die normgerechte Planung und Dimensionierung von Anlagen für die Regenrückhaltung, Entwässerung, Drainage und Versickerung. Ein komplexes Thema, das die Firmen Jung Pumpen, Saint-Gobain Pam Building und Fränkische Rohrwerke im Folgenden beschreiben und dazu auch eine von der Ing. Kammer Bau NRW anerkannte Fortbildungsveranstaltung anbieten. Von Marco Koch (Jung Pumpen GmbH), Markus Purschke (PAM BUILDING Deutschland) und Eberhard Dreisewerd (Fränkische Rohrwerke)
Interview: "Grün und Blau zusammendenken" „Berlin Schwammstadt“ steht auf dem Orteingangsschild. Direkt dahinter finden sich – Stein auf Stein – bereits die ersten Anlagen, die Berlin zur Schwammstadt machen: Unter einem Grünstreifen im Straßenraum verbergen sich Baumrigolen, die Regenwasser aufnehmen und speichern, um das Stadtgrün in Trockenzeiten mit Wasser zu versorgen. Daneben finden sich verschiedene Pflastersteine aus wasserdurchlässigem Material. Wir blicken auf eine sogenannte BlueGreenStreet – genauer auf das Lego-Modell einer solchen. Auf der IFAT Munich 2024 veranschaulichte das Modell die Prinzipien der Schwammstadt. gwf Wasser/Abwasser hat sich mit Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker, geschäftsführender Gesellschafter der Ingenieurgesellschaft Prof.Dr. Sieker mbH, über das Projekt BlueGreenStreets unterhalten. Erfahren Sie hier, wie die Transformation zur Schwammstadt in deutschen Großstädten vorangeht.
Fokusbericht: "Wasser im Quartier: Leitfaden für eine zukunftssichere Stadt" Wassermanagement steht im Zentrum einer resilienten Stadtplanung – gerade in dieser Ära der Urbanisierung und des Klimawandels. Innovative Lösungen legen den Grundstein für die Städte von morgen. Wassersensitive Stadtplanung und die intelligente Nutzung von Regenwasser sind hierbei Schlüsselelemente. Wir müssen das entstandene Ungleichgewicht in den Städten auflösen und den natürlichen Wasserkreislauf bestmöglich nachbilden. Dabei gilt, das Potenzial des Regenwassers zu nutzen und es in konkrete Lösungen für den städtebaulichen Alltag zu übersetzen, damit ein städtischer Wasserkreislauf entsteht. Von Marc-Georg Peter (Wavin GmbH)
Fokusbericht: "Schwammstadt-Prinzip: Den lokalen Wasserkreislauf an den Klimawandel anpassen" Etliche Städte und Gemeinden sind zunehmend von Starkregen, Hochwasser und Trockenheit betroffen. Zudem hat das rapide Absinken des Grundwasserspiegels Wissenschaftler: innen und Entscheidungsträger:innen alarmiert, den lokalen Wasserkreislauf an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Das Konzept der Schwammstadt ist dabei eine gefragte Anpassungsstrategie: Flächen entsiegeln, Verdunstung erhöhen, Regenwasser versickern und nutzen. Das Konzept der Schwammstadt basiert darauf, Wasser nicht abzuleiten, sondern zu speichern. In den Sommermonaten entstehen bei längeren Trockenperioden vor allem in den Städten bei ungünstigen Windverhältnissen Hitzeinseln. Die Dach- und Fassadenbegrünung bei Gebäuden und begrünte Außenflächen schaffen ein besseres Mikroklima – insbesondere in Städten. Von Andreas Steigert (Otto Graf GmbH)
Fokusbericht: "Grüne und blaue Infrastruktur: So nah wie möglich an der natürlichen Wasserbilanz" Politik und Gesellschaft ringen um Lösungen für die allgegenwärtigen Klimafolgen. Hochbau-, Tiefbau- und Landschaftsplaner, Fachleute der Siedlungswasserwirtschaft und Bauherren haben gemeinsam das Ruder in der Hand, grüne und blaue Infrastruktur im Bestand und Neubau zu realisieren. Angefangen von Einzelgebäuden über ganze Quartiere und Siedlungen lässt sich schließlich die ganze Stadt in eine Schwammstadt (Sponge City) verwandeln. Der Begriff verdeutlicht, dass Wasser wie von einem Schwamm dort aufgenommen, gespeichert, verwendet, versickert und verdunstet wird, wo es anfällt, nämlich in der Stadt. Dadurch soll eine Wasserbilanz erzielt werden, die möglichst nah an der natürlichen Wasserbilanz liegt – dabei muss insbesondere ein erhöhter Verdunstungsanteil erzielt werden. [...] Von Dieter Schenk (ZinCo GmbH)
Fachbericht: "Thermodynamik in Druckbehältern zur Druckstoßsicherung" Die richtige Auslegung von Druckbehältern zur Druckstoßsicherung erfordert die zutreffende Beschreibung der thermodynamischen Vorgänge, insbesondere des Wärmeaustauschs mit dem Druckluftpolster. Der Beitrag stellt hierzu einen Berechnungsansatz vor, der die wesentlichen Bilanzgrößen des Wärmeübergangs erfasst. Diese sind der konduktive und der konvektive Wärmeübergang, die Kondensationswärme des Wasserdampfes bei der Dekompression, die Strahlungswärme der Wand, die durch auskondensierte Nebeltröpfchen aufgenommen wird sowie die Erstarrungswärme bei Unterschreiten des Gefrierpunktes. Validiert wird der Ansatz anhand von Messwerten durch Abgleich der Veränderung der inneren Energie des Druckluftpolsters. Die Daten aus Dekompressions-, Kompressionsversuchen sowie von Pumpenabschaltungen zeigen eine gute Übereinstimmung. Damit kann der meist verwendete, aber ungenaue Ansatz mittels konstantem Polytropenexponenten in Druckstoßprogrammen ersetzt werden. Von Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh (Zweckverband Landeswasserversorung)
Fokusbericht: "Neues Druckwassernetz für die heilige indische Stadt Ayodhya" Die indische Regierung hat ihr Programm AMRUT 2.0 eingeführt, um aufstrebende Regionen im ganzen Land kontinuierlich mit Trinkwasser zu versorgen. Alle 3.000 Versorgungsunternehmen in 4.800 Städten müssen zuverlässige, rund um die Uhr verfügbare Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsdienste für alle Haushalte einrichten. Im Rahmen dieser Initiative beauftragte die Behörde von Ayodhya Geoinfo Services mit der Entwicklung eines städtischen Druckwasserversorgungssystems, das das bestehende durch Schwerkraft betriebene Versorgungsnetz von Ayodhya ersetzen soll. Ayodhya ist eine der heiligsten und wichtigsten Pilgerstätten Indiens, in der jährlich bis zu 24,2 Mio. Menschen wohnen. Daher besteht ein dringender Bedarf an einer nachhaltigen Lösung für die Wasser- und Abwasseraufbereitung, -verteilung, -erhaltung und -verwaltung. Von Neda Simeonova (Bentley Systems)
Fachbericht: "Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Jahr 2023" Dieser jährlich erscheinende Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklungen und Aktivitäten am Engler-Bunte-Institut, der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT sowie der Forschungsstelle für Brandschutztechnik. Im Fokus dieses Berichts steht die Entwicklung der drei Institutsteile – Chemische Energieträger – Brennstofftechnologie, EBI ceb, Verbrennungstechnik, EBI vbt, und Wasserchemie und Wassertechnologie, EBI WCT – mit Beiträgen aus der universitären Lehre, der Aus- und Weiterbildung, den Forschungs- und Entwicklungsprojekten, der Beratung und Firmenkontakte. Wie auch in den vergangenen Jahren erscheinen die gasspezifischen Beiträge im gwf Gas + Energie (Teil 1: Ausgabe 6/2024, EBI ceb; Teil 2: Ausgabe 7-8/2024, EBI vbt) und die wasserspezifischen Beiträge im gwf-Wasser | Abwasser (Teil 3: Ausgabe 6/2024, EBI WCT). Von Prof. Dr. rer. nat. Harald Horn, Prof. Dr.-Ing. Thomas Kolb, Prof. Dr.-Ing. Dimosthenis Trimis, Prof. Dr. Reinhard Rauch, Prof. Dr. Oliver Stein und TT-Prof. Dr. Moritz Wolf (DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Fokusbericht: "Regenwasser im Betrieb sicher nutzen" Laut Satzung der Kommune war eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung für die von den Dachflächen stammenden Niederschläge im Gewerbegebiet gefordert. Wie das geht, was vorgeschrieben war und was in Eigeninitiative entschieden wurde, zeigt das folgende Beispiel. Sicherheitsaspekte und technische Regeln der Regenwassernutzung stehen bei dieser Betrachtung im Vordergrund. Von Klaus W. König
Fokusbericht: "Bewässerung in Aufforstungen: Erfahrungen mit Tropfbewässerung im Gemeindewald Rottendorf in Unterfranken" Die vergangenen Jahre 2022 und teilweise auch 2023 haben es wieder gezeigt: Die ausgeprägte Dürreperiode der zurückliegenden Sommer hat vielen Neuaufforstungen schwer zu schaffen gemacht, in vielen Fällen war mitunter der Totalausfall der Anpflanzungen zu beklagen. In der Vergangenheit wurden solche Jahre zu Recht als Ausnahmejahre gesehen, die keine besonderen Überlegungen zur Bewässerung auslösten. Unter dem Regime der Erderwärmung stellt sich die Thematik jedoch anders dar und die Rezepte der letzten Jahrzehnte gelten nicht mehr: Die Trockenphasen werden häufiger und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Neuanpflanzung im Zeitraum der Anwuchsphase an ausgeprägtem Wassermangel leidet, wird deutlich höher. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, dass Wassermangel in der oberen Bodenschicht nicht nur eine Frage ausbleibender Niederschläge ist. [...] Von Georg Beer (Netafim)