Ernst
Ernst nehmen
Was nimmst Du ernst?
Deinen Posten als Chef oder Chefin?
Deinen Partner?
Deine Kinder?
Dich?
Deine Wünsche?
Halte einmal kurz innen mit dem Lesen und vergebe 100% ernst nehmen verteilt auf die oben genannten Möglichkeiten.
Jetzt bin ich gespannt! Wieviel Prozent hast Du für welche Möglichkeit verteilt?
Hast Du bei Deiner Aufgabe als ChefIn mehr Prozent stehen als bei Deinen Wünschen?
Bei sehr vielen UnternehmerInnen, die ich kenne, ist es so.
Sie nehmen ihre Aufgabe wirklich sehr ernst. Es ist eine wichtige und ernsthafte Aufgabe, ein Unternehmen zu gründen und zu führen.
Und es ist eine wichtige Aufgabe Deine Wünsche ernst zu nehmen. Durch Deine Wünsche spricht Deine Seele mit Dir. Sie erzählt Dir von ihrer Sehnsucht, davon wie das Leben für Dich aussehen könnte.
Wünschst Du Dir mehr freie Zeit?
Dann lastet die alleinige Verantwortung wahrscheinlich sehr schwer auf Deinen Schultern. Wie wäre es, Dir einmal Gedanken dazu zu machen, was Du wirklich, wirklich gerne machst in Deinem Job und alles andere abzugeben? Und dann nicht delegieren, sondern den Raum für Wünsche auch für Deine Mitarbeiter zu öffnen und fragen, wer diese Aufgabe gerne übernehmen will.
Wenn sich niemand findet, ist es sehr gewinnbringend, einmal ehrlich interessiert nachzufragen, warum das so ist. Vielleicht ist die Aufgabe für einen allein zu groß? Vielleicht kann sie in kleine appetitliche Häppchen geteilt werden?
Vielleicht ist die Aufgabe auch ungeliebt, weil sie wenig Anerkennung bringt? Dann könntet Ihr gemeinsam einmal darüber sprechen, wie wichtig diese Aufgabe für das Unternehmen ist. Vielleicht kommt dabei auch heraus, dass sie doch nicht so wichtig ist, anders erledigt werden kann oder ausgelagert werden sollte... Bleibe bei all diesen Gesprächen mit der Haltung des offenen Geistes dabei.
Lasse Dich überraschen und nehme die Vorschläge der MitarbeiterInnen ernst.
Wünschst Du Dir, mehr Freiheit?
Dann könnte es sein, dass Du das Gefühl hast, die Verantwortung nicht wirklich abgeben zu können. Letztendlich braucht es immer Deine Entscheidung. Ist es so?
Spüre einmal in Dir nach, wodurch diese Überzeugung gespeist ist?
Es kann sein, dass Du als Kind in den Augen Deiner Eltern nie etwas wirklich richtig machen konntest, und diese Überzeugung nun auf Deine Mitarbeiter überträgst.
Es kann auch sein, dass Du Dich selbst immer noch nicht wirklich kompetent für Deine Aufgaben fühlst und tief in Dir einen Angst schlummert, jemand anderes könnte die Aufgaben besser erledigen als Du.
Oder ist es so, dass Du Deine Anerkennung daraus ziehst, dass Du derjenige Mensch bist, ohne den im Unternehmen nichts entschieden werden darf was von Belang ist? Dann darf Deine Liebe zu Dir selbst noch wachsen. Wenn Du in der Selbstliebe bist, brauchst Du keine Bestätigung von außen mehr, da Du weißt, Du bist genauso, wie Du bist, perfekt. Und natürlich kennst Du Deine Stärken und Deine vermeintlichen Schwächen.
Warum vermeintliche Schwächen?
Mache eine kleine Lesepause und spüre in Dich hinein?
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Was sind Deine Schwächen?
Schreibe Dir einfach mal 3-10 auf.
Fertig? Okay!
Nun frage Dich ernsthaft bei jeder einzelnen Schwäche, warum dies eine Schwäche ist.
Und dann mache ein faszinierendes Experiment.
Schreibe zu jeder Schwäche auf, welche Stärken sie birgt.
Zum Beispiel: Ich arbeite immer viel zu lange an einem Fall, da ich mich so sehr in die Zahlen hineinarbeite. Das kostet mich einfach zu viel Zeit.
Umkehrung: Meine Arbeit ist sehr gründlich. Ich arbeite mich so lange in die Zahlen ein, bis ich einen Lösungsansatz gefunden habe. Genau das ist für meine Mandanten hilfreich, denn ich kann ihnen so wirklich gute und fundierte Lösungsansätze bieten.
Nun bist Du dran!
Welcher Schatz ist in Deinen vermeintlichen Schwächen verborgen?
Höre nicht eher auf zu graben, bist Du den Schatz gefunden hast.
Du kannst auch Freunde oder PartnerIn dazu befragen, da sie meist den Schatz darin besser erkennen und benennen können.
Doch nun zurück zu Deinen Wünschen.
Ich hoffe, Du hast schon jetzt erkannt, welcher Schatz auch in Deinen Wünschen liegt. Sie weisen Dir die Richtung, sie sind Dein eingebauter Kompass.
Deswegen lade ich Dich ein, Dich direkt jetzt dazu zu entschließen, Deine Wünsche ernst zu nehmen. Wenn Du es nicht tust, wird es auch kein anderer machen.
Nehme Dich ernst, nehme Deine Wünsche ernst.
Daraus entsteht eine Haltung der liebevollen Verbindung.
Denn erst, wenn ich mich und meine Wünsche ernst nehme, kann ich auch andere Menschen und ihre Wünsche ernst nehmen.
Sei Du die Veränderung, die Du in Deinem Unternehmen sehen willst!
CU mit herzlichen Grüßen, Iris
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11 MonateJa, liebe Iris Viktoria Münch 👍 Ja sage ich zu mir, nehme mich und meine inneren Kindern ernst und aus dieser ernsthaften Wahrnehmung nehmen ich meine Mitmenschenund ihre Bedürfnisse wahr und ernst.