Investieren, wo Bedarf entstehen wird
Wie wir es schaffen, möglichen Produktionsausfällen durch intelligente Planung entgegenzuwirken.
Als Rohstoffhersteller in der Lebensmittelbranche spielt die Minimierung von Anlagenausfällen eine fundamentale Rolle. Konsumenten haben kein Verständnis für leere Regale – unser Anspruch ist es deshalb, für unsere Kunden, vom Handwerksbäcker bis hin zum Industriebetrieb, einen Lieferanten und Partner darzustellen, auf den sie sich zu hundert Prozent verlassen können.
Mit Investitionen in der Höhe von 19 Prozent der Gesamtrisikokosten ist es möglich, dieselben um 71 Prozent zu reduzieren.
Die Größe und Komplexität der Anlagen, die wir betreiben, um unsere Kunden, ob lokal oder international, pünktlich und in bestmöglicher Qualität beliefern zu können, erfordern dabei neue Herangehensweisen. Die Größe macht den Überblick schwieriger, außerdem können Investitionen sehr kostenintensiv sein. Daraus resultiert, dass es zu spät ist, erst zu reagieren, wenn Ausfälle passieren oder Maschinen gewartet werden müssen: Bedrohungen für die Produktion müssen bereits im Vorfeld analysiert werden.
Bedrohungen für Produktionsanlagen
Es gibt verschiedene Bedrohungen für Produktionsstätten und in weiterer Folge auch für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Ursachen können dabei zum Beispiel in technischen Defekten, Schäden durch Transport, Fahrlässigkeit, Unwissenheit, oder auch in Umwelteinflüssen wie Naturkatastrophen liegen. Mögliche Folgen davon sind etwa Instandsetzungskosten, rechtliche Konsequenzen, Produktionsausfälle, der Verlust von Aufträgen, der Ausfall von Eingängen und der Abgang von Arbeitskräften oder Betriebsstilllegungen.
Potenzielle Risiken erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen
Auf Grund der Gegebenheiten hat sich backaldrin für die Strategie entschieden, aktiv zu werden. Das Rezept lautet: Investitionsstrategien mit Risikoanalyse. Risikoanalyse bedeutet dabei die Identifikation und Bewertung des Ausfall-Risikos einer Anlage. Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen steht bei dieser Betrachtung stets im Vordergrund. Auch ohne Zusatzkosten ist zum Beispiel durch die Optimierung von Wartungsintervallen die schrittweise Reduzierung von Ausfallsrisiken möglich.
Jeder Bestandteil der Anlage wird analysiert
Doch was bedeutet das in der Praxis? Dieser Weg setzt voraus, dass die Anforderungen für jede Maschine geprüft, festgestellt und festgehalten werden müssen. Dabei wird hypothetisch durchgespielt, inwieweit zum Beispiel der Verschleiß einer Komponente die Produktion aufhalten oder gefährden würde. Jeder Bestandteil der Anlage wird für diesen Zweck analysiert. Die Einbeziehung der Mitarbeiter mit Anlagenerfahrung ist für die Bewertung der Ausfallrisiken dabei unbedingt notwendig. Das bedeutet, dass alle Beteiligten von der Technik über die IT bis hin zum Controlling an einen Tisch geholt werden. Daraus ergeben sich schließlich Schlüsse, was zu tun ist, um die Funktionalität der Anlagen sowie das Qualitätsniveau zu halten. Der Aufwand dabei ist groß: der gesamte Produktionsablauf muss strategisch und strukturiert Schritt für Schritt durchanalysiert werden.
Senkung der Gesamtrisikokosten bei backaldrin
2017 wurde bei backaldrin begonnen, eine Schlüsselanlage zu analysieren. Von 94 geprüften technischen Objekten wurden schließlich 9 als Top-Risikotreiber identifiziert. 7 Verbesserungsmaßnahmen wurden definiert, wobei eine einzelne Maßnahme dabei Auswirkungen auf gleich 3 Top-Risikotreiber hatte. Das Ergebnis der Untersuchung zeigte schließlich: Mit Investitionen in der Höhe von 19 Prozent der Gesamtrisikokosten ist es möglich, dieselben um 71 Prozent zu reduzieren. Nachdem die Ergebnisse der Geschäftsführung präsentiert wurden, haben wir damit begonnen, die ersten Investitionen zu tätigen.
Der wirtschaftliche Nutzen überzeugt
Der Prozess ist ein sehr zeitaufwändiger – und es ist letztlich einer, der niemals ganz abgeschlossen ist. Der wirtschaftliche Nutzen der Maßnahmen ist jedoch überzeugend, denn die Ressourcen für Instandhaltung sind bei jedem Unternehmen begrenzt. Daher macht es Sinn, sie genau dort einzusetzen, wo es in den Unternehmen die größten Risikobetreiber gibt. Damit kann letztlich von einer Risikoanalyse wirtschaftlich profitiert werden – und die Verfügbarkeit unserer Produkte für uns Kunden bestmöglich garantiert werden.